Donnerstag, 11. Oktober 2012

Übungs-Tipps

Die Fertigkeit auf deinem Musikinstrument steht in direktem Zusammenhang mit dem Übungsaufwand den du betreibst. Da unterscheidet sich die Musik nicht vom Sport. Je mehr du trainierst, desto besser wirst du. Neben dem rein zeitlichen Aspekt spielt natürlich auch noch die Effektivität beim Üben eine wichtige Rolle. Da du vermutlich kein Berufsmusiker bist (sonst würdest du das hier nicht lesen) und auch noch anderen Tätigkeiten nachgehst, musst du die Zeit, die dir zum Üben bleibt, möglichst effektiv nutzen. Die Methode, ohne zu üben super Klavier spielen zu können, suche ich schon seit 40 Jahren. Trotz intensiver Recherchen auch bei erstklassigen Musikern habe ich sie bisher nicht gefunden. Aber ich habe im Laufe der Zeit immer wieder Tipps bekommen die einen in kleinen Schritten weiterbringen und die ich hier in diesem Blog aufschreiben möchte.

Übungsdauer


Die Ausrede "Ich hatte keine Zeit zum Üben" ist Quatsch. Zeit hast du immer, die Frage ist nur wie viel? 

Schon 10 Minuten am Tag bringen dich in kleinen Schritten weiter. Es gibt einfache Übungen, die in 10 Minuten abgearbeitet sind. Und erzähl' mir nicht, du hast keine 10 Minuten. Falls du wirklich so beschäftigt bist, solltest du deine Zeit nicht mit dem Lesen meines Blogs vergeuden. 

  • Passe die Übungen an die dir zur Verfügung stehende Zeit an. Wenn du nur 10 Minuten hast, beginne kein schwieriges neues Stück. Entscheide dich ggf. dafür, zuerst mal nur die ersten 8 Takte des Stückes anzugehen. 
  • Such dir einen Akkord-, einen Voicing- oder einen Tonleitertyp aus, also z.B. den maj7 Akkord oder die dorische Molltonleiter. Mische die Tonart-Kärtchen und lege sie aus. Spiele den Akkord- oder Tonleitertyp in der Reihenfolge, in der die Karten liegen, zuerst Akkordvariante 1 (mit der Terz beginnend), danach Akkordvariante 2 (mit der Septime beginnend). Ich habe es eben ausprobiert. Für den maj7-Akkord in beiden Varianten durch alle Tonarten habe ich 4 Minuten gebraucht, inclusive Karten mischen und auslegen.
  • Nimm eine II-V-I-Verbindung und spiele sie in allen Tonarten durch. Wenn du ein sportlicher Typ bist, kannst du die für die Übung benötigte Zeit stoppen und beim nächsten Mal feststellen, ob du schneller, d.h. sicherer geworden bist. 

Es gibt eine ganze Menge, was man gut in 10 Minuten üben kann. Wenn du ein wenig darüber nachdenkst, fallen dir bestimmt noch einige Übungen ein. Und du wirst ja irgendwann auch einmal mehr Zeit haben. Aber auf die 10 Minuten solltest du auf keinen Fall verzichten. Es ist bekannt, dass sich etwas durch häufiges Wiederholen kleiner Übungseinheiten besser einprägt, als durch einen einmaligen Gewaltakt. 

Wie schon der alte Lateiner sagt:
"Repetitio est mater studiorum" (Die Wiederholung ist die Mutter des Lernens) 


Viel Spaß beim Üben !


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