Freitag, 2. November 2012

Übungs-Tipps


Meditatives Üben

Für diese Übung brauchst du eine gewisse innere Ruhe. Wenn dir nicht danach ist, lass die Übung lieber weg sonst macht sie dich nervös. Bei dieser Art zu üben machst du dir jeden  einzelnen Ton bewusst. Das geht am Anfang vielleicht noch etwas langsam, aber schon nach kurzer Zeit wirst du merken, dass du immer schneller den Akkord oder das Voicing  findest und du immer sicherer wirst. 
Auch das ist eine Übung die du machen kannst, wenn du nicht viel Zeit hast. In 10 Minuten bist du durch alle Tonarten durch – versprochen.

Gehe folgendermaßen vor:
  • lege die Tonart-Karten verdeckt auf einen Stapel
  • nimm deine Hände von der Tastatur
  • überlege dir einen Akkord- oder einen Voicingtyp
  • decke die oberste Karte auf, um die Tonart zu erhalten.
  • schließe deine Augen und stelle dir die einzelnen Töne, das Griffbild und den Klang vor.
  • öffne deine Augen und spiele den Akkord / das Voicing auf dem Klavier.

Mit diesem System übst du durch alle Tonart-Karten. Prinzipiell ist es ganz egal für welchen Akkordtyp oder für welches Voicing du dich entscheidest. Wenn du einen Akkord mit Grundton spielst, schlage alle Töne gleichzeitig an. Wenn du ein Voicing ohne Grundton wählst, schlage mit getretenem Pedal zuerst den Grundton an, dann lege das Voicing darüber.

Als kleine Starthilfe beginne doch einfach einmal mit einem vierstimmigen Two-hand-Voicing des Dominantsept-Akkords, in diesem Beispiel D7, der Dominante von G. Die linke Hand spielt die Terz (3) und die Septime (b7), die rechte Hand die None (9) und die Tredezime (13). 
Oder du beginnst mit der (b7) als tiefstem Ton, dann die (3) und mit der rechten Hand die (13) und die (9). Bevor du das Voicing anschlägst, spiele zuerst den Basston.


Diese Übung kannst du auch ohne Instrument immer dann machen, wenn du Langeweile hast, z.B. bei langen Bahn- oder Busfahrten oder in endlosen Besprechungen und Meetings.

Viel Spaß beim Üben !

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