Samstag, 29. Dezember 2012

Pentatonik

Hallo! Na, wie läuft’s mit der Improvisation? Ist doch gar nicht so schwer, wenn man seine Erwartungen nicht zu hoch ansetzt. 

Heute möchte ich einen kurzen Ausflug in die Popmusik machen und dir an einem Beispiel die Anwendung der Pentatonik demonstrieren. Du erinnerst dich, die pentatonische Skala besteht aus fünf leitereigenen Tönen. Ich habe für das Beispiel die Tonart G-Dur gewählt. Als Beispiel habe ich einfach nur Stufenakkorde genommen, die auf den einzelnen Stufen von G-Dur entstehen. Das habe ich in dem Kapitel Tonleitern und Stufenakkorde bereits erklärt.
Nochmal zur Erinnerung: Auf jedem Ton einer Tonleiter entsteht ein Akkord, indem man unter Verwendung der leitereigenen Töne Terzen übereinander schichtet. So entstehen bei der G-Dur Tonleiter folgende Akkorde:

Die pentatonische Skala besteht aus den rot gekennzeichneten Noten.




Diese Stufenakkorde habe ich nun einfach als 8-taktiges Schema in einer Reihenfolge hintereinander gesetzt wie ich es vom Klang her als angenehm empfunden habe. Es wäre auch eine beliebige andere Reihenfolge möglich gewesen. Um es nicht zu kompliziert zu machen, habe ich auf den halbverminderten Akkord verzichtet. Ansonsten sind alle Akkorde drin. Dsus4 im letzten Takt ist die "reharmonisierte Version" vom Dominantsept-Akkord D7.


Dann habe ich einen Rhythmus gewählt und Bass und Piano dazu gespielt. Zum Abschluss fiel die Entscheidung für das Solo ausnahmsweise einmal auf das Tenorsaxofon. Da es nur fünf Töne sind (Pentatonik) habe ich das gerade noch hingekriegt (beim ersten A-9-Akkord ist mir doch glatt ein C reingerutscht - Mist. Ein E hätte aber auch gepasst :-). So, und fertig war mein Song. Die ersten 8 Takte sind die reinen Harmonien als Intro, dann kommt das Solo oder die Melodie, je nachdem wie man es bezeichnen möchte.



Das ist jetzt zwar keine hitverdächtige Nummer, aber im ARD-Nachtprogramm geht die allemal durch.


Wenn du denkst, das kann doch nicht so einfach sein, dann schau dir mal das folgende Video aus YouTube an. Ich bin kein guter Schätzer, aber ich glaube 80% der Stücke im Bereich Popmusik werden genauso gemacht. Und Geld wird da auch nicht schlecht verdient.





Also hau rein, fang' an zu komponieren. Es ist einfacher als du denkst. Vor allem lohnt es sich wirklich, die pentatonische Skala in allen Tonarten zu üben.


Viel Spaß beim Komponieren !



Keine Kommentare: