Samstag, 2. März 2013

Noch mehr Voicings

Hallo ! 

Wie versprochen, heute die Voicings zu den noch fehlenden Akkordtypen. Wie üblich kannst du die einzelnen Seiten unter „Downloads“ herunterladen und ausdrucken. Auf allen Seiten gibt es noch genug freien Platz. Wenn dir beim Durchprobieren noch eigene, schöne Voicings einfallen, schreib sie einfach dazu.


"erweiterte"-Voicings
"sus4"-Voicings

"Moll7b5"-Voicings
"verminderte"-Voicings"




Mit diesen Seiten und den Seiten aus dem vorangegangenen Blog-Eintrag hast du nun schon eine große Auswahl an gut klingenden Voicings. Suche dir ein Stück aus, das du gerne begleiten möchtest und schreibe dir die Akkorde dazu auf. Nimm den ersten Akkord und suche dir aus der Liste ein Voicing aus, das dir gut gefällt. Transponiere das Voicing in die entsprechende Tonart und schreibe es unter das Akkordsymbol. Das hilft dir am Anfang dabei die Voicings zu finden, die vom Griffbild gut zusammen passen und es fällt dir auch leichter, dich an die Voicings zu erinnern. Mache das mit jedem Akkord in dem Leadsheet, dann bekommst du schnell und einfach eine "amtliche" Begleitung zu dem entsprechenden Stück.

Nachfolgend nun noch ein paar allgemeine Anmerkungen zu Jazz-Voicings und zu der entsprechenden Schreibweise. Bei den meisten Stücken sind die Akkordsymbole sehr einfach notiert, oft nur der Grundakkord (Gmaj7, G7, G-7,). Das lässt dir die größtmögliche Freiheit, deine Voicings interessant zu gestalten. Je genauer der Akkord durch zusätzliche Bezeichnungen festgelegt ist, desto weniger Möglichkeiten der harmonischen Gestaltung hast du als Interpret. Grundsätzlich darfst du, auch wenn es nicht explizit im Akkordsymbol notiert ist, immer die passenden Optionstöne dazu spielen. 
  • die Akkordsymbole werden so einfach wie möglich geschrieben. 
  • Optionstöne werden nur dann notiert, wenn der Komponist oder Arrangeur möchte, dass sie an einer bestimmten Stelle ausdrücklich gespielt werden müssen. Sind keine Optionstöne notiert, dürfen sie trotzdem im Voicing verwendet werden. 
  • bei alterierten Optionstönen (b9, #9, #11, b13) ist darauf zu achten, dass sich keine Dissonanzen zur Melodie ergeben. 
  • bei einem Majorsept-Akkord können immer die None (9) und die Tredezime (13) verwendet werden. 
  • bei einem Dursext-Akkord können immer die None (9) und die Tredezime (13) verwendet werden, die große Septime darf nicht verwendet werden. 
  • bei einem Dominantsept-Akkord können immer die None (9) und die Tredezime (13) verwendet werden, wahlweise auch die Alterationen dieser Optionstöne. 
  • soll die erhöhte Undezime (#11) verwendet werden, wird sie normalerweise immer notiert. Bei Dominantsept-Voicing kann sie auch als interessante Klangvariante optional eingesetzt werden. 
  • bei einem Mollsept-Voicing können immer die None (9) und die Undezime (11) verwendet werden, die Tredezime (13) darf nicht verwendet werden. 
Verwende die beschriebene Vorgehensweise für die ersten Stücke, die du dir erarbeitest. Du wirst schon bald merken, dass du bei der Voicingauswahl schneller und sicherer wirst und nach einer gewissen Zeit wirst du die Noten nicht mehr brauchen. Und nicht vergessen: 

"Repetitio est mater studiorum" 


Viel Spaß beim Üben ! 




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